Wir haben eine kleine Katzenzucht mit 1 bis 2 Würfen im Jahr. Auf den folgende Seiten möchten wir euch diese Seite unseres Hobbies näher bringen. Ihr findet hier Informationen über unseren "Aktuellen Wurf", "Vergangene Würfe" und unsere "Pläne" für zukünftige Würfe. Allgemeine Informationen über die Adoption eines unserer Katzenbabies findet ihr unter "Information".
Kätzchenaufzucht
Wir möchten euch einen kleinen Einblick über die Aufzucht unserer Ragdoll-Babies geben. Sorgfältig planen wir jeden Katzenwurf. Für uns ist es jedes Mal ein kleines Wunder, die Trächtigkeit, die Geburt und das Aufwachsen der kleinen Vierbeiner mit zu erleben. Unser Katzennachwuchs wächst in unserer Familie auf und ist nicht isoliert.
Die werdenden Mamas suchen sich ihren Platz für die Geburt selber aus, schätzen es aber, wenn wir ihnen an ihrem gewählten Ort eine sogenannte Wurfbox hinstellen. Dort können sie dann ganz nach ihren Vorlieben ihr Nest bauen. Schon Tage vor der Geburt suchen unsere Kätzinnen unsere Nähe und möchten auch, dass wir sie während der Geburt durch leichte Massage verwöhnend unterstützen.
Die Ragdoll-Kätzchen kommen blind, taub und weiss auf die Welt. Sie haben ein Geburtsgewicht zwischen 80 und 140 Gramm. Durch ihren Tast- und Geruchssinn suchen sie die Zitzen der Mama. Die Kätzin unterstützt ihre Babies durch sanftes Stupsen mit der Nase, damit sie an die Zitzen gelangen. Es ist immer ein wahres Erlebnis mit an zu sehen, wie die Kleinen nach der perfekten Zitze suchen. Die Kolostrum-Milch, eine eher wässrige Flüssigkeit, die wichtig für die Entwicklung und den Immunschutz der Kätzchen ist, stellt die erste Nahrung dar, die die Babies trinken. Die Kolostrum-Milch ist nur in den ersten Tagen verfügbar, danach bildet die Kätzin die nahrhafte Muttermilch, die die Kleinen zunehmen lässt.
Während des Säugens schnurrt die Kätzin und die Kleinen regen den Milchfluss mit dem sogenannten Milchtritt an. In den ersten Wochen sind die Kleinen völlig abhängig von ihrer Mutter – egal ob Nahrung, Putzen, Schutz oder Körperwärme. Wir erleben es oft, dass sich nicht nur die Mutterkätzin um die Babies kümmert sondern es auch geniest, wenn sie die Verantwortung mit eine unserer anderen Katzen teilen kann. So kommt es vor, dass es zeitweise etwas eng werden kann in einer Wurfbox.
Einige Tage nach der Geburt fangen die Babies zaghaft an zu fauchen, wenn sie zum Beispiel einen unbekannten Geruch wahrnehmen oder aber berührt werden. Weiterhin kann man sie auch schon leise schnurren hören, wenn sie sich an ihre Mama anschmiegen.
Mit ca. 10 Tagen kann man beobachten, wie sich die Augen der Kleinen öffnen. Dies ist immer ein besonderer und unvergesslicher Moment. Ausserdem fängt der Körper an sich in der Fellfarbe zu färben. Mit viel Glück kann man nun sehen, welche Farbe und Zeichnung die Kleinen bekommen werden.
Ab der 2. Wochen entdecken die Kätzchen ihren eigenen Körper. Oft beobachtet man sie in dieser Zeit, wie sie genüsslich an ihren Pfötchen knabbern und putzen, oder von ihrem kleinen Schwänzchen fasziniert sind. Aber auch die Geschwister und das Nest werden nun erkundet. In dieser Zeit geht alles sehr schnell. Sie fangen an, sich flinker zu bewegen und spielen noch recht ungeschickt mit ihren Geschwistern.
In der 3. Woche kann man richtige soziale Interaktion zwischen den Jungtieren und der Mutter beobachten. Oft ist es so, dass sie dann auch gerne kleine Ausflüge machen. Bei uns bedeutet dies, dass wir die Wurfbox an das Gehege stellen und die Kätzchentür der Box öffnen. Ungeschickt und vorsichtig wagen sich meistens die ersten Kätzchen in das neue unbekannte Gebiet vor. Ist der Abenteuerdrang gestillt, tapsen sie wieder in das gewohnte Nest und kuscheln mit den Geschwistern und der Mama. So viel Abenteuer muss schliesslich bei einem ausgedehnten Schläfchen verdaut werden.
Mit der 4. Woche fangen wir an, die Kleinen zu füttern. Mit viel Geduld wird ihnen über den Tag verteilt, Kittenfutter von Feline Porta 21 angeboten. Dabei hängt es wirklich von jedem Baby ab, ob es frisst. Meistens gibt es Eines, dass schon am ersten Tag nicht genug vom Futter bekommen kann und ein Anderes, dass bis zu 4 Wochen braucht, um sich mit dem Muttermilchersatz abzufinden. So kann es in dieser Zeit auch zu erheblichen Gewichtsunterschieden zwischen den einzelnen Babies kommen, da das Kittenfutter gegenüber der Muttermilch den Kleinen viel mehr Energie zur Verfügung stellt. Sobald sie anfangen, selber Futter zu fressen ist auch der Moment gekommen, sie an das Katzenklo zu gewöhnen. Anfangs finden sie das Klo befremdlich und versuchen sogar das Streu zu fressen. Hierbei ist es wichtig, nichtklumpende Streu zu verwenden, um keinen Darmverschluss zu riskieren. Ziemlich schnell erkennen die Kleinen den eigentlichen Nutzen eines Katzenklos und verrichten ihr Geschäft wie ein grosses Kätzchen.
Mittlerweile können die Katzenkinder stundenlang miteinander spielen und haben eine unglaubliche Ausdauer und Energie. Sie üben nun spielerisch das Aufrichten zum Sprung, das Anschleichen und das Zupacken. Ihr Lebensraum in unserem Wohnzimmer ist vergrössert worden, um ihnen auch genügend Auslauf zu geben. Sie toben, spielen, fressen und schlafen nun im grossen Gehege. Dort ist alles sicher für die Kleinen, dass sie sich in ihrem Übermut nicht verletzen können. Die nächsten Wochen vergehen wie im Flug. Jeden Tag hecken die Kleinen neue Dinge aus und es ist immer nur eine Frage der Zeit, wenn sie es schaffen ihr Gehege selbstständig zu verlassen. Dann ist der Zeitpunkt gekommen, dass sie bei uns die ganze Wohnung bevölkern dürfen.
Unsere Kätzchen wachsen bei uns in der Familie auf und sind die täglichen Geräusche von klein auf gewöhnt. Uns ist eine gute Sozialisierung der Kleinen sehr wichtig, so dass sich in dieser Zeit sich alles um die Aufzucht der Kleinen dreht. Die Kätzchen entwickeln ihre Sinne, indem sie vom ersten Lebenstag an stimuliert und angeregt werden. Um sie dabei an Menschen zu gewöhnen, werden sie vom ersten Tag an aufgehoben und gestreichelt. Ein junges Kätzchen, das ohne soziale Kontakte oder mit vorwiegend negativen Erfahrungen aufwächst, tendiert eher dazu, Einzelgänger zu bleiben. Kätzchen die in den ersten Lebenswochen positive Kontakte mit Menschen haben, entwickeln sich zu zutraulichen Tieren. Ohne diesen Kontakt während der ersten Lebensphase würden die Tiere den Menschen gegenüber meist scheu und ängstlich bleiben.


